Blogeinträge (themensortiert)

Thema: auf der Suche nach Alltag

Grabpflege

Heute war ich nach dem Dienst beim Gärtner meines Vertrauens.
Schon seit Jahren kaufe ich dort meine Zimmerpflanzen, Orchideen,
Blumensträuße für mich und für andere.
Mein Adventskranz kommt ebenso von dort, wie auch alle bisher benötigte
Trauerfloristik.
Auch Uwes Blumenschmuck kam von dort.
Und so war es naheliegend die Gärtnerei mit der Anlage von Uwes Grab zu beauftragen.
Uwe ruht im Familiengrab, bei seinen Eltern und seinem Stiefvater.
Das Grab sollte eigentlich dieses Frühjahr neu gestaltet werden.
Zusammen mit Uwe.
Jetzt muss ich das alleine machen.
Ich möchte es pflegeleicht bepflanzen, damit ich nicht täglich zum Gießen hinfahren muss.
Ich lasse mich beraten und treffe mich mit dem Gärtner am Samstag Nachmittag auf dem Friedhof.
Danach mache ich mir auch Gedanken um den Stein.
Mir strebt ein Findling vor, auf dem Uwes Daten stehen.
Ich finde so ein Stein passt zu Uwe.
Auf dem vorhandenen Stein ist noch Platz für Uwes Daten, das muss ich aber sehen, wenn die neue Bepflanzung steht.

Inne halten 23.05.2019, 21.14 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Ich bin begehrt!

Ich hatte heute ein supertolles Vorstellungsgespräch.
Mittwoch gehe ich nochmal Probe arbeiten - für mich, und ab 15. 05 habe ich dann einen neuen Arbeitgeber.
Ich verbessere mich auf der ganzen Linie!
Gehalt, Urlaubstage, vermögenswirksame Leistungen, zusätzliche Altersversorgung, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld....
Ich bin total begeistert.

Inne halten 06.05.2019, 20.22 | (0/0) Kommentare | PL

Komischer Tag heute

Ich hab den Tag so plätschern lassen.
Sinnvolles hab ich heute wenig geleistet.
Na ja, die Wäschekörbe sind leer und an meinem Buch
bin ich auch ein ganzes Stück weiter gekommen.

Jetzt sitze ich noch ein bißchen am Spinnrad und versuche
die Gedanken zu sortieren.
Ich bin heute irgendwie durcheinander,
fühle mich taub und gelähmt.
Einsam.
Fast ein Stückweit mutterseelenallein...

Ich denke, solche Tage werden noch öfters kommen.
Gehören wohl zur Trauer und Trauerarbeit dazu.
Ich muss nur drauf achten, meine Depressionen nicht so stark werden zu lassen.

Inne halten 27.04.2019, 23.26 | (0/0) Kommentare | PL

Einfach mal DANKE sagen

Es ist mir ein ehrliches Bedürfnis,
in der Zeit, in der meine Gedanken
und Gefühle Achterbahn fahren
und mich heftigst ins Schleudern bringen,
einem besonderen Menschen
einfach mal Danke zu sagen.
Danke für das Aushalten meiner Launen,
meiner Hilflosigkeit,
meinem Gefühlswirrwarr...
Seit nunmehr +/- 8 Jahren erträgst Du mich
und alle meine Facetten.
Du liebst mich so wie ich bin.
Mit allen meinen Unzulänglichkeiten,
meinen Zweifeln, meinen Launen...

DANKE, daß Du immer für mich da bist.
Auf Dich kann ich mich verlassen, Dir vollends vertrauen.
Bei Dir sind alle meine Geheimnisse sicher.
Du kennst meine Sonnenseiten und meine Schattenzeiten.

Du gibst mir die Zeit, die ich brauche.
Und immer hast Du ein Bärchenpflaster für meine verwundete Seele.

Manchmal beschleicht mich ein schlechtes Gewissen, weil Du so viel mehr gibst, als Du nimmst.
Du bist mein Geliebter,mein bester Freund, mein Sternenpflücker.
Du hilfst mir immer wieder mich zu orten, neu zu finden.
Du bist in dunklen Tagen genaso an meiner Seite, wie bei strahlendem Sonnenschein.
Dafür möchte ich Dir einfach mal *Danke* sagen.

ICH LIEBE DICH.

P.S. ERkennst Du die Blume im Beitrag?

Inne halten 26.04.2019, 23.13 | (0/0) Kommentare | PL

Vielleicht gehört zum Schritt in die Zukunft...

... auch ein Blick in die Vergangnheit.


Ich hab den gestrigen Abend damit verbracht mir hier alle Beiträge durchzulesen.
Man sagt mir zwar nach, nichts zu vergessen, aber so manches hatte ich verdrängt.
Mich plagten in der letzten Zeit Schuldgefühle:
Hätte ich mehr Hilfe angeboten...
Wäre ich weniger egoistisch gewesen...
Wenn ich nicht ausgezogen wäre...
Eben: Hätte - Wäre - Wenn

Es hätte höchstwahrscheinlich nichts geändert!
Im Gegenteil.
Wäre ich nicht ausgezogen, wäre wahrscheinlich die verbliebende Achtung in Hass umgeschlagen und der letzte Rest an Respekt verloren gegangen.
Ich habe diese Distanz und meine eigene Wohnung gebraucht um Uwe weiterhin Hilfe anbieten zu können und um selbst überleben zu können.
Ein Ausharren in der damaligen Situation wäre tödlich gewesen.
Ich hatte vor meinem Auszug Suizidgedanken...
Hilfe anbieten konnte ich nur, eben weil ich nicht tagtäglich mit der Realität des Alkoholismus konfrontiert war.
Ich habe den Abstand gebraucht um einen Schritt auf Uwe zugehen zu können.
Unser Verhältnis hätte sich niemals so verbessern können, wenn wir weiterhin zusammen gewohnt hätten. Niemals.

Teilweise bin ich über meine Einträge erschrocken. Diese Heftigkeit war mir nicht mehr gegenwärtig.
Die Ängste und die Bedrohungen habe/hatte ich verdrängt.
Die möchte ich jetzt auch nicht wieder hervorkramen.
Ich bin froh, daß wir in den Jahren unserer Trennung ein freundschaftliches Verhältnis aufbauen konnten.
Ich bin dankbar dafür, daß es keinen Streit zwischen uns gab. Mich plagen keine Gewissensbisse.
"... das wollte ich Dir noch sagen"
Zwischen uns war alles gesagt. Unsere Liebe hat die Zeit nicht überdauert, überlebt.
Sie hatte sich verändert. Uwe war in trockenen Zeiten ein wunderbarer Mensch, ein Freund, einer meiner besten Freunde...
Und auf besondere Weise habe ich ihn geliebt, liebe ihn wahrscheinlich immer noch, nur eben nicht als Ehemann und Lebensgefährte, wohl aber als Freund und Vater meiner Kinder.

Es gab aber auch die nassen Zeiten, die Zeiten in denen Verletzungen an der Tagesordnung waren.
Zeiten, in denen ich Angst vor Uwe hatte, vor dem nächsten Augenblick...

Der Blick zurück hilft mir momentan meine Gedanken zu ordnen, meine Gefühle zu sortieren.

Es war richtig auszuziehen.
Ich hätte Uwe mit einem Dableiben nicht helfen können.
Selbst durch unsere Trennung konnte ich ihn nicht retten.
Bis zu einem gewissen Zeitpunkt hätte er sich selbst retten können.
Wahrscheinlich hat er selbst irgendwann aufgegeben, sich aufgegeben.
Mittlerweile glaube ich, daß Sucht einen irgendwann an den Punkt bringt, an dem keine Umkehr mehr möglich ist.

Inne halten 26.04.2019, 22.48 | (0/0) Kommentare | PL

Einen Monat

... ist es heute schon her.
Unglaublich, wie schnell die Zeit vergangen ist.
Und dennoch kommt es mir vor,
als sei es gestern erst gewesen.
Zeitweise erwische ich mich bei dem Gedanken:
Ich hab von Uwe schon lange nichts mehr gehört;
Ich muss anrufen und fragen wie es ihm geht...
Und dann kommt die knallharte Realität ins Bewußtsein...

Heute wollte ich dann meine Witwenrente beantragen.
Irrsinn, was man dazu alles benötigt.
Manches weiß ich einfach auch nicht, was die da wissen wollen...
Die wollen Daten von Uwe, die hab ich gar nicht.
Die Rentenversicherung hat die selbst, alleine schon durch Uwes Rentenantrag. Bürokratie eben...

Aber ich hab geschrieben wollte...
Normalerweise kann man diese Rente bei der Stadt beantragen, bzw. konnte.
Hier nicht. Dazu muss ich entweder nach Friedberg oder Bad Nauheim, natürlich nur nach vorheriger Terminvereinbarung...
Okay, Termin wird morgen ausgemacht: Heute war da keiner mehr zu erreichen...

Inne halten 25.04.2019, 21.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL