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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Gedicht

Erinnerung an Oma

Kennt dieses Gedicht noch jemand? Meine Oma (gestorben 1981 mit nahezu 94 Jahren) hat das bis ins hohe Alter erzählt. Meist saß sie dabei Socken strickend im Sessel.
Ich habe ihr gerne zugehört. Gestern habe ich es zufällig wieder gefunden. Und beim Lesen war mir so, als wäre da noch eine vertraute lange verstummte Stimme mit dabei.

Gustav Schwab (1792-1850)
Das Gewitter

Urahne, Großmutter, Mutter und Kind
In dumpfer Stube beisammen sind;
Es spielet das Kind, die Mutter sich schmückt,
Großmutter spinnet, Urahne gebückt
Sitzt hinter dem Ofen im Pfühl -
Wie wehen die Lüfte so schwül!

Das Kind spricht: "Morgen ists Feiertag,
Wie will ich spielen im grünen Hag,
Wie will ich springen durch Tal und Höhn,
Wie will ich pflücken viel Blumen schön;
Dem Anger, dem bin ich hold!" -
Hört ihrs, wie der Donner g

Die Mutter spricht: "Morgen ists Feiertag,
Da halten wir alle fröhlich Gelag,
Ich selber, ich rüste mein Feierkleid;
Das Leben, es hat auch Lust nach Leid,
Dann scheint die Sonne wie Gold!" -
Hört ihrs, wie der Donner grollt?

Großmutter spricht: "Morgen ists Feiertag,
Großmutter hat keinen Feiertag,
Sie kochet das Mahl, sie spinnet das Kleid,
Das Leben ist Sorg und viel Arbeit;
Wohl dem, der tat, was er sollt!" -
Hört ihrs, wie der Donner grollt?

Urahne spricht: "Morgen ists Feiertag,
Am liebsten morgen ich sterben mag:
Ich kann nicht singen und scherzen mehr,
Ich kann nicht sorgen und schaffen schwer,
Was tu ich noch auf der Welt?" -
Seht ihr, wie der Blitz dort fällt?

Sie hörens nicht, sie sehens nicht,
Es flammet die Stube wie lauter Licht:
Urahne, Großmutter, Mutter und Kind
Vom Strahl miteinander getroffen sind,
Vier Leben endet ein Schlag -
Und morgen ists Feiertag.

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Quelle des Gedichtes: www.gedichte-fuer-alle-faelle.de
Bitte die urheberrechtlichen Regelungen beachten,
siehe www.gedichte-fuer-alle-faelle.de/impressum.php
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Inne halten 11.08.2015, 00.19 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Von unbekanntem Verfasser:

Wie eine neugeborene Blume

den Kopf der Sonne entgegenstrecken

Frieden spüren ... Ruhe empfinden ... zulassen

Die Arme weit von mir streckend

und versuchend, dass Licht

eines neuen Tages aufzufangen

Frieden spüren ... Ruhe empfinden ... zulassen

Tautropfen auf den Lippen schmecken

und die Unendlichkeit

allen Lebens einatmen

Frieden spüren ... Ruhe empfinden ... zulassen

So möchte ich ganz bewusst

mit all meinen Sinnen

einmal einen neuen Tag begrüßen.

Inne halten 26.07.2015, 19.10 | (0/0) Kommentare | PL

Eine Ergänzung; Der Lebensfaden

Ich habe vor langer Zeit in meinem anderen Blog ein Gedicht veröffentlicht.
Vor ein paar Tagen tauchte es in meinen Kommentaren auf.
Leider steht dann immer drunter: Verfasser unbekannt.
Da dieses Gedicht immer mal wieder mein Leben streift habe ich vor vielen Monden etwas nachgeforscht.
Das Gedicht stammt aus der Feder von Kristiane Allert-Wybranitz.
Frau Allert-Wybranitz hat noch mehr geschrieben. Schönes, aber auch Nachdenkliches.
...weiterlesen

Inne halten 26.07.2015, 18.46 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

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