Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: dunkle Stunden

Eine anstrengende Woche liegt hinter mir

Doch das Wichtigste vorneweg: Ich fühle mich deutlich besser. Die Ängste sind weniger und die Panikattacken überfallen mich auch seltener und ich kann besser mit ihnen umgehen. Sie schaffen es nicht mehr mich zu beherrschen.

Trotzdem war die Woche verrückt, anstrengend, belastend....
Montag war ich beim Zahnarzt. Noch ein Termin steht aus und dann die Termine für die Krone.
Danach bin ich zu meinem Autohändler gefahren um einen Termin auszumachen, an dem Hugo seine Winterreifen bekommt.
Die hatten in der Halle einen roten C3 stehen. Und da ich schon länger mit dem Gedanken an ein etwas größeres Auto spielte, habe ich mal nach evtl. Möglichkeiten gefragt.
Ich erhielt ein Angebot und am Mittwoch geht der Kleine zurück und der C3 ist künftig mein Gefährt.
Therapie am Dienstag war auch anstrengend. Zumal meine Therapeutin mich weiterhin nicht für arbeitsfähig hält. Das wird langsam zum Problem, weil ich ins Krankengeld rutsche und das mehr als knapp ist. Die Psychiaterin ist am Freitag auf meine Idee eingegangen: Ich werde übernächste Woche einen Arbeitsversuch starten und dabei von Therapeutin und Psychiaterin unterstützt werden.
Meinem Eindruck nach ist meine Stimmung besser.
Bleiben noch der Donnerstag und heute. Donnerstag hat Junior eine berufsfördernde Maßnahme vom Arbeitsamt abgebrochen... Mehr kann und möchte ich so öffentlich nicht schreiben. Ich bitte um Verständnis.
Und heute? Heute war ich zum 2. Termin beim Friseur und bin nun ziemlich hell obenrum.
Ich war das häufige Färben einfach leid. Jetzt kann ich mit Strähnchen arbeiten und meine Naturfarbe rauswachsen lassen. Dann ist der Übergang zum Grau nicht ganz so grass.
Und jetzt?
Jetzt greife ich mir mein Strickzeug und stricke den zweiten *Schal fürs Leben*.

Inne halten 12.11.2016, 19.42 | (0/0) Kommentare | PL

Wenn es läuft, dann läufts....

Das gilt wohl auch, wenn es unrund läuft.
Als wäre der Wurm drin...
Angst und Panik begleiten mich zur Zeit täglich und weil das anscheinend nicht ausreicht kommen nun noch familiäre Probleme hinzu.
Ich mag das so nicht mehr.
Ich hab einen Knoten im Bauch, Magenschmerzen.
Am Liebsten würde ich den ganzen Tag liegen bleiben, mit der Decke überm Kopf.
Dadurch wird es aber auch nicht besser.
Heute war ich dann beim Sport. Ich wollte gestern schon, da hatte mich aber eine Migräne im Griff.
Wohl auch eine Begleiterscheinung vom Stress, der Unruhe, den Ängsten.
Putzen hilft auch sich abzulenken. Ebenso das Spinnrad und die Stricknadeln.
Doch, ich hab auch Positives zu berichten:
Meine bisherige Sportkleidung ist mir zu groß geworden. Die Hose rutschte mir beim Sport vom Bobbes. Und das Oberteil ist auch recht schlabberig geworden. Weniger Bauch!
Ich hab nun ein neues Dress. Zum Jahresende würde ich das dann gerne zu dem andern legen.

Nun, ich hoffe, der Blog verkommt nicht zum Alltagsjammern.
Es tut mir aber gut, mir meine Gefühle von der Seele zu schreiben und dazu gehört auch das Zugeben: Es geht mir nicht gut.

Inne halten 27.10.2016, 21.01 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Angst und Depression

Es geht mir nicht gut.
Hat sich am Freitag schon angekündigt. Mein Blutdruck am schwanken, dazu Kopfschmerzen und Übelkeit und ein Gefühl von aufkommender Angst, Enge...
Meine Fachärztin hatte am Freitag passenderweise den letzten Arbeitstag vorm Urlaub und von daher nicht mehr viel Hilfreiches auf Lager.
Ich könne die Opipramol erhöhen. Ein Antidepressivum welches schlafanstoßend wirkt. Da sich meine Schlafstörungen deutlich gebessert hatten, habe ich - nach fachärztlicher Rücksprache - die Tabletten halbiert. Die jetztige Erhöhung erschließt mich mir nicht so ganz. Mich plagen zur Zeit Ängste und keine Schlaflosigkeit. Natürlich schläft es sich mit Ängsten nicht so gut. Ich finde, man sollte die Ängste bekämpfen und nicht betäuben.
Das Wochenende mit seinem Ortswechsel und Kulturprogramm hob meine Stimmung nochmal sehr deutlich an. Montag hatte ich noch einen freien Tag.
Der fühlte sich schon "komisch" an. Dienstag bin ich mit Angst in den Dienst. Ich hab den Dienst zu Ende gebracht und gehofft, daß es mir über Nacht quasi besser geht...
Falsch gedacht. Ich hab mich noch in der Nacht arbeitsunfähig gemeldet.
Vom Hausarzt bekam ich dann heute eine Empfehlung zur ambulanten Psychotherapie und eine entsprechende Anschrift.
Dort scheint die Wartezeit nicht ganz zu lange zu sein und die Kontakte etwas regelmäßiger als bei meiner bisherigen Fachärztin.
Ich warte nun auf Rückruf und hoffe auf baldigen Termin. Bis dahin nehme ich die Med weiter wie bisher und bei ganz schlimmen Ängsten habe ich noch die Notfalltropfen.
Ich soll und darf alles tun, was mir gut tut...
Heute Abend ist das eine Kanne Tee mit Kluntjes und Wölkchen.
Dazu das S90 und Australmerino in hellgrau...

Inne halten 11.08.2016, 21.41 | (0/0) Kommentare | PL

Erinnerungen

Heute vor vier Jahren wurde mein bis dahin so normales Leben gründlich durchgeschüttelt.Ich hatte Frühdienst und eine meiner Bewohnerinnen hatte sich wenige Minuten nach meinem Dienstbeginn zum Suizid entschieden.
Sie sprang aus dem Fenster im zweiten Stock... Nicht gleich in den Tod.
Der trat erst wenige Stunden später ein.
An dem Tag war ich unendlich traurig, wohl normal in so einer Situation. Man funktioniert...
In den Tagen danach funktionierte ich nicht mehr. Ich entwickelte Ängste, Panikattacken...
Die Folgen beschäftigen mich heute noch. Ich war sehr lange arbeitsunfähig und hab Depressionen entwickelt...
Ich nehme Medikamente gegen Depressionen, gegen Schlafstörungen, gegen Bluthochdruck...
Die taffe Frau ist gar nicht so taff. Ich hatte versagt, konnte den Suizid nicht verhindern.

Was mich am meisten getroffen hat?
Damals. Die Gleichgültigkeit und Kälte mancher Arbeitskollegen. Posttraumatische Belastungsstörung. Das ist doch was für Weicheier...
*Macht einen auf Psycho, und wird krank geschrieben* *Macht mal wieder krank*
Ich kenne die Sprüche. In einem Zeitraum von einem halben Jahr hat eine Kollegin gefragt, wie es mir geht. Der Rest hüllte sich in Schweigen und dumme verletzende Sprüche.
Ich habe daraus gelernt. Es war eine harte Schule, aber ich hab sie erfolgreich abgeschlossen.
Ich hab tatsächlich gelernt, daß ich der wichtigste Mensch in meinem Leben bin. Bei allem was ich tue, frage ich mich, ob ich das tatsächlich will, und ob es mir guttut....
Ich bin in den letzten Jahren wohl etwas komplizierter, zickiger geworden. Ich habe gelernt nein zu sagen.
Aber wißt ihr was: Ich bin stolz auf mich!

Und jetzt spinne ich noch ein bißchen Maulbeermerino. Ich lass die Faser ins Rad laufen und meine Gedanken fließen, die traurigen, wie die fröhlichen... Beide haben ihre Berechtigung.

Inne halten 12.07.2016, 22.27 | (0/0) Kommentare | PL