Am Ende ist alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.

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gemeldet am: 03.01.2018 20:18

Alkohol....

Es kommt immer anders, als man denkt.
Dienstag habe ich meine neue Arbeit begonnen und Freitag klingelte auf der Arbeit das Telefon...
Dran war ein Krankenhaus, mein Nochmann war dort eingeliefert worden und die Tiere waren somit nicht versorgt.
Ich hab dann am Samstag die Tiere versorgt, eine Krankenhaustasche gepackt und bin ziemlich sauer in das Krankenhaus gefahren.
Ich hab zwar am Sonntag frei gehabt, aber seit Montag wieder Frühdienst. Zum Versorgen der Tiere ganz doof.
Meine ganze Wut packte ich zusammen und sagte meinem Nochmann meine Meinung: Deutsch, deutlich, direkt.
Ich bot ihm u.a. an die Tiere ins Tierheim zu bringen, dann könne er sich totsaufen.
Er wollte in dem Krankenhaus einen weiteren Entzug machen, hat sich nach meinem Besuch entlassen um sich selbst
um Hund und Katze zu kümmern.
Jetzt versucht er zu Hause trocken zu werden, mit Unterstützung der Hausärztin.
Schauen wir mal. Heute ist erst Tag 3.
Mir selbst tat es unheimlich gut, meine Wut mal an den Mann zu bringen.

In den Kommentaren zu meinem letzten Beitrag bin ich gefragt worden, warum ich mich nicht scheiden lasse.
Nun, darauf gibt es eine einfache Antwort: Es würde sich dadurch nichts ändern.
Ich bliebe Bezugsperson, da sonst keiner da ist. Und meine Kinder möchte ich damit nicht belasten. Die haben genug erlebt in der langen
Säuferkarriere.

Jetzt aber noch etwas Positives:
Meine neue Arbeit ist super!
Tolle Kollegen, tolle Einarbeitung, pflegeleichte Patienten - im Vergleich zur psychiatrischen Altenpflege.
Ich bekomme langsam eine Routine und verlaufe mich nicht mehr im Haus...

Inne halten 09.01.2018, 18.45| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tiefpunkte | Tags: Saufdruck, Sucht,

Saufdruck

Das war nix.
Eine Woche Klinik, eine Woche Entgiftung - umsonst.
Samstag holte ich meinen Nochmann aus der Klinik, fuhr mit ihm zum Einkaufen und lud ihn für Sonntag zum Essen ein.
Am Neujahrstag hab ich nichts von ihm gehört und fuhr ziemlich beunruhigt zu ihm.
Er war betrunken. Eine Flasche Wodka war leer und eine zweite fast...
Ich war wütend und enttäuscht, total sauer und hilflos.
Gestern war er nicht zu erreichen, heute Nachmittag ging er dann als Telefon.
Er trinkt weiter. Will er zwar nicht, aber ohne kann er nicht.
Nun, ich hatte mir das anders vorgestellt und auch anders erhofft.
Ich werde mich wohl wieder zurückziehen. Mir tut die ständige Konfrontation mit Alkohol nicht gut.
Mir geht es grade mal richtig gut.
Meine Depressionen sind nahezu weg, okay noch mit Medikation. Aber die hoffe ich bald reduzieren zu können.
Ich kann, seit ich von meinem Arbeitsplatzwechsel wusste deutlich besser schlafen, habe weniger Alpträume, fühle mich deutlich fitter, habe wieder Lust und Freude an meinen Hobbies und am Leben. Das will ich mir erhalten und dazu gehört auch, dass ich acht auf mich habe.
Ich werde mir da wohl ein Beispiel an meinen Kindern nehmen. Zwei von Drei haben sich weitestgehend von ihrem Vater zurück gezogen.

Inne halten 03.01.2018, 20.12| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Tiefpunkte | Tags: Saufdruck, Sucht, Alkohol,

Neustart ins Arbeitsleben

Der erste Arbeitstag in *meiner* Rehaklinik ist vorüber.
Ich bin total begeistert und unendlich froh diesen Schritt getan zu haben.
Eine Pflegefachkraft, die mich einarbeitet über die nächsten Wochen.
Nix mit kaltem Wasser, in welches man geschmissen wird.
Zwischendurch immer mal wieder die Frage nach meinem Knie und den Hinweis den Aufzug zu benutzen.
Das Arbeitsfeld: Pflege.
Keinerlei hauswirtschaftliche Tätigkeiten, ein gut gefülltes Lager...
Einen stehenden Dienstplan für die nächsten Wochen.
Da ist Frau doch gerne Krankenschwester oder wie es heute heißt: Gesundheits- und Krankenpflegerin.

Jetzt gibt es erstmal eine Pause auf der Couch, dann geht es ans Spinnrad und später nochmal ins Städtchen.
Ich glaube das Kochen delegiere ich heute mal.

Inne halten 02.01.2018, 15.05| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Berufsalltag | Tags: mir etwas Gutes tun